Um die Waschmittelschublade gründlich zu reinigen, nehmen Sie sie heraus, lösen Waschmittelreste 20 bis 30 Minuten in warmem Wasser und bürsten Kammern, Düsen und den Schacht separat aus. Gegen schwarze Beläge reicht bloßes Spülen nicht: Erst vollständig entfernen, dann Maschine und Schublade trocknen lassen.
In der Einspülkammer treffen Waschmittel, Wasserreste und Luftfeuchtigkeit aufeinander. Besonders Flüssigwaschmittel und Weichspüler bilden dabei klebrige Ablagerungen. Werden sie nicht entfernt, verengen sich die Wasserkanäle, die Dosierung stimmt nicht mehr zuverlässig und es können sich Gerüche oder schwarze Beläge bilden.
Diese Werte erleichtern die Reinigung
| Bereich | Konkrete Empfehlung |
|---|---|
| Einweichzeit bei Waschmittelresten | 20 bis 30 Minuten in 40 bis 50 °C warmem Wasser |
| Einweichzeit bei starken Verkrustungen | 45 Minuten, danach erneut bürsten |
| Reinigungsintervall bei Flüssigwaschmittel | alle 4 Wochen |
| Reinigungsintervall bei Pulverwaschmittel | alle 8 bis 12 Wochen |
| Maschinenreinigung | alle 2 bis 3 Monate oder nach Herstellerangabe |
| Wasserhärte | weich unter 8,4 °dH, mittel 8,4 bis 14 °dH, hart über 14 °dH |
Bei hartem Wasser verbinden sich Mineralien leichter mit Waschmittelresten. Dann entstehen feste, helle Ablagerungen, die sich nicht mit einem Tuch abwischen lassen. In diesem Fall braucht die Schublade meist eine längere Einweichzeit und die Maschine selbst sollte auf Kalkablagerungen geprüft werden.
Waschmittelschublade vollständig sauber machen: 7 Schritte
1. Waschmaschine ausschalten und Schublade entriegeln
Schalten Sie das Gerät aus. Ziehen Sie die Schublade bis zum Anschlag heraus. Bei vielen Maschinen sitzt im Weichspülerfach eine Entriegelungslasche. Drücken Sie diese nach unten und ziehen Sie die Schublade gerade heraus. Verwenden Sie keine Gewalt, denn die Führung und der Einsatz bestehen oft aus Kunststoff.2. Einsätze und Siphonkappe abnehmen
Nehmen Sie den Einsatz des Weichspülerfachs heraus. Häufig lässt sich auch die kleine Siphonkappe abziehen. Gerade darunter sammeln sich dicke Reste, die den Durchfluss beeinträchtigen. Legen Sie alle abnehmbaren Teile getrennt bereit, damit Sie keine Dichtung oder Kappe verlieren.3. Rückstände 20 bis 30 Minuten einweichen
Legen Sie die Teile in eine Schüssel mit 40 bis 50 °C warmem Wasser. Sehr heißes Wasser kann dünne Kunststoffteile verformen. Bei alten, festen Belägen verlängern Sie die Einweichzeit auf 45 Minuten. Ein für Waschmaschinen geeigneter Reiniger kann helfen, wenn sich die Reste nach dem Einweichen noch schmierig oder fest anfühlen.4. Kammern und Düsen gezielt ausbürsten
Reinigen Sie die Fächer mit einer kleinen Spülbürste oder einer alten, weichen Zahnbürste. Arbeiten Sie besonders an Übergängen, unter dem Weichspülereinsatz und an den schmalen Wasserdüsen. Ein Holzstäbchen kann enge Rillen erreichen. Metallnadeln sind ungeeignet, weil sie Düsen aufweiten oder Kunststoff beschädigen können.5. Den Schacht in der Maschine nicht auslassen
Die saubere Schublade allein löst das Problem nicht, wenn im Einspülschacht Reste sitzen. Wischen Sie den Schacht mit einem feuchten Tuch aus und bürsten Sie die sichtbaren Wasserkanäle vorsichtig. Für tiefer liegende Stellen eignet sich eine schmale Flaschenbürste. Achten Sie darauf, dass kein gelöster Schmutz in den Innenraum fällt.6. Schwarze Beläge vollständig entfernen
Schwarze Punkte oder schleimige Stellen sind meist ein Hinweis auf mikrobiellen Belag in feuchter Umgebung. Entfernen Sie ihn mechanisch mit Bürste und Tuch, statt ihn nur zu überdecken. Reinigen Sie auch die Unterseite der Schublade und die Führungsschienen. Tragen Sie bei empfindlicher Haut Haushaltshandschuhe und beachten Sie bei Reinigern immer die Gebrauchsanweisung.7. Abspülen, trocknen und einen Leerwaschgang planen
Spülen Sie alle Teile unter klarem Wasser ab, bis keine Produktreste mehr sichtbar sind. Trocknen Sie sie mit einem sauberen Tuch und lassen Sie den Schacht bei geöffneter Tür mindestens 2 Stunden ablüften. Setzen Sie die Schublade erst dann wieder ein. Wenn die Maschine muffig riecht oder sich viel Belag gelöst hat, folgt ein Maschinenreinigungsprogramm bei der vom Gerätehersteller vorgesehenen Temperatur.Warum die Ablagerungen wiederkommen
Die häufigste Ursache ist Überdosierung. Waschmittel wird nach Wasserhärte, Beladung und Verschmutzung dosiert, nicht nach der Größe des Fachs. Bleibt nach mehreren Waschgängen sichtbar Flüssigwaschmittel stehen, reduzieren Sie die Menge beim nächsten Waschgang oder prüfen Sie, ob Wasser aus den Düsen nur ungleichmäßig einläuft.
Auch dauerhaft geschlossene Schubladen fördern Feuchtigkeit. Lassen Sie die Kammer nach dem Waschen 1 bis 2 Stunden einen Spalt offen. Das ist besonders sinnvoll bei Weichspüler, weil dessen Rückstände zäh antrocknen und Feuchtigkeit lange binden. Pulverwaschmittel hinterlässt oft weniger schmierige Rückstände, kann bei zu wenig Wasser aber verklumpen. Welche Variante besser passt, hängt daher auch von Waschgewohnheiten und Wasserhärte ab.
Typische Fehler bei der Reinigung
- Die Schublade wird gereinigt, der Einspülschacht aber ausgelassen. Rückstände gelangen dann direkt wieder in die sauberen Fächer.
- Kochendes Wasser wird für Kunststoffteile verwendet. Temperaturen über 60 °C können Einsätze, Clips oder Dichtungen verformen.
- Essig wird ohne Blick in die Geräteanleitung eingesetzt. Säure kann gegen Kalk helfen, ist aber nicht für jedes Material und jede Dichtung geeignet.
- Düsen werden mit Nadeln oder Schraubenresten freigestochen. Schon kleine Beschädigungen verändern den Wasserstrahl.
- Die Schublade wird noch feucht eingesetzt und dauerhaft geschlossen. Das verlängert die Trocknungszeit und begünstigt neue Beläge.
- Waschmittel und Weichspüler werden vorsorglich höher dosiert. Mehr Produkt verbessert die Waschwirkung nicht automatisch, erhöht aber die Rückstände.
Häufige Fragen zur Waschmittelschublade
Warum wird die Waschmittelschublade schwarz?
Schwarze Beläge entstehen meist dort, wo Waschmittel- oder Weichspülerreste dauerhaft feucht bleiben. In dieser Umgebung können sich Mikroorganismen vermehren. Entfernen Sie den Belag mechanisch, reinigen Sie den Schacht mit und lassen Sie Schublade sowie Gerät nach dem Waschen 1 bis 2 Stunden offen. Bleibt der Befall bestehen, prüfen Sie die Dosierung und reinigen Sie die Maschine zusätzlich.
Kann die Waschmittelschublade in die Spülmaschine?
Das hängt vom Hersteller und vom Kunststoff der Schublade ab. Ohne ausdrückliche Freigabe ist Handreinigung mit 40 bis 50 °C warmem Wasser die sicherere Wahl. Die Hitze und die alkalischen Reiniger im Geschirrspüler können Beschriftungen, Einsätze oder Dichtungen angreifen. Kontrollieren Sie vorab die Bedienungsanleitung Ihrer Waschmaschine.
Was tun, wenn Wasser im Weichspülerfach stehen bleibt?
Nehmen Sie den Siphoneinsatz heraus und reinigen Sie ihn gründlich. Häufig blockieren eingetrocknete Weichspülerreste die kleinen Öffnungen. Säubern Sie anschließend die Düsen oberhalb des Fachs mit einer weichen Bürste und starten Sie einen kurzen Spülgang. Läuft weiterhin kaum Wasser ein, kann eine technische Prüfung des Geräts sinnvoll sein.
Wie oft sollte ich die Einspülkammer reinigen?
Bei Flüssigwaschmittel und Weichspüler empfiehlt sich ein Abstand von 4 Wochen. Nutzen Sie überwiegend Pulverwaschmittel, reichen meist 8 bis 12 Wochen. Bei hartem Wasser über 14 °dH, sichtbaren Resten oder muffigem Geruch verkürzen Sie das Intervall. Entscheidend ist nicht der Kalender allein, sondern ob die Fächer nach dem Waschgang leer und sauber durchgespült sind.
Hilft Essig gegen Waschmittelreste und Kalk?
Gegen leichte Kalkspuren kann Säure wirksam sein, gegen fettige oder schleimige Waschmittelreste jedoch deutlich weniger. Verwenden Sie Essig nur, wenn die Anleitung Ihrer Waschmaschine ihn für die betreffenden Teile zulässt. Mischen Sie Säuren niemals mit chlorhaltigen Reinigern. Für hartnäckige Rückstände ist ein geeigneter Waschmaschinenreiniger oft die materialschonendere, gezieltere Wahl.
Gezielte Pflege für Waschmaschine und Einspülkammer
Ein Waschmaschinenreiniger von COLLO ist für die Entfernung typischer Ablagerungen im Gerät gedacht und ergänzt die manuelle Reinigung von Schublade und Einspülschacht. Wenn Schublade, Wasserwege und Trommel sauber sind, bleibt die Dosierung nachvollziehbar und die Maschine kann nach dem Waschen wieder vollständig trocknen.