Den Filter Ihrer Spülmaschine reinigen Sie hygienisch, indem Sie Speisereste entfernen, das Sieb 10 bis 15 Minuten in 40 bis 50 °C warmem Wasser einweichen und alle Teile mit einer weichen Bürste säubern. Bei normaler Nutzung genügt dies alle 2 bis 4 Wochen.
Der Filter hält grobe Speisereste aus dem Pumpensystem fern. Bleiben Fett, Stärke und feine Rückstände darin hängen, sinkt der Wasserfluss. Die Folgen reichen von stumpfem Geschirr über unangenehme Gerüche bis zu Restwasser am Geräteboden. Wer den Filter mit festen Intervallen pflegt, vermeidet viele dieser Probleme, bevor ein Reparaturtermin nötig wird.
Intervalle und Werte für einen sauberen Filter
Wie oft der Filter gereinigt werden muss, hängt von der Nutzung ab. Ein Zwei-Personen-Haushalt, der täglich vorspült, belastet ihn anders als eine Familie, die Teller mit angetrockneten Resten direkt einräumt. Diese Werte geben eine verlässliche Orientierung.
| Situation | Reinigung des Filters | Wassertemperatur zum Einweichen | Besonderheit |
|---|---:|---:|---|
| Täglicher Betrieb, 1 bis 2 Personen | alle 4 Wochen | 40 bis 50 °C | Sichtprüfung einmal pro Woche |
| Täglicher Betrieb, Familie | alle 2 Wochen | 40 bis 50 °C | Grobe Reste vor dem Einräumen entfernen |
| Geruch oder Wasserreste am Boden | sofort | 40 bis 50 °C | Sieb, Pumpentopf und Sprüharme prüfen |
| Sehr hartes Wasser über 14 °dH | alle 2 Wochen | 40 bis 50 °C | Zusätzlich Enthärtung und Salz kontrollieren |
Nach dem Wasserhaushaltsgesetz gelten weniger als 8,4 °dH als weich, 8,4 bis 14 °dH als mittel und Werte über 14 °dH als hart. Kalk sitzt zwar nicht nur im Filter, kann Fett- und Schmutzschichten aber fester werden lassen. Ein sauberer Filter ersetzt deshalb weder Regeneriersalz noch die Maschinenpflege.
Den Filter der Spülmaschine in 6 Schritten reinigen
Die genaue Form des Filters unterscheidet sich je nach Gerät. Meist besteht er aus einem Grobsieb, einem Feinsieb und einem zylindrischen Einsatz. Ein Blick in die Bedienungsanleitung ist sinnvoll, wenn sich ein Teil nicht ohne Widerstand lösen lässt.
1. Gerät ausschalten und Unterkorb herausnehmen. Öffnen Sie die Tür vollständig und ziehen Sie den unteren Korb nach vorn. Der Filter sitzt mittig im Bodenbereich. Entfernen Sie ihn erst, wenn das Gerät nicht läuft und kein Programm mehr aktiv ist.
2. Filtereinsatz lösen. Drehen Sie den zylindrischen Einsatz bei den meisten Modellen etwa eine Vierteldrehung gegen den Uhrzeigersinn. Heben Sie alle herausnehmbaren Siebteile vorsichtig heraus. Gewalt kann Rastnasen und feine Kunststoffstege beschädigen.
3. Speisereste über dem Restmüll entfernen. Klopfen Sie grobe Rückstände nicht in das Spülbecken. Reis, Kerne, Etikettenreste und kleine Glassplitter gehören in den Restmüll. Bei Glasbruch tragen Sie Haushaltshandschuhe und leuchten den Pumpentopf mit einer Taschenlampe aus.
4. Filter 10 bis 15 Minuten einweichen. Legen Sie die Teile in 40 bis 50 °C warmes Wasser mit etwas Handspülmittel. Diese Temperatur löst Fett besser als kaltes Wasser, ohne Kunststoffteile unnötig zu belasten. Kochendes Wasser ist nicht nötig.
5. Siebflächen und Aufnahmen bürsten. Reinigen Sie die Maschen mit einer weichen Spülbürste oder einer alten weichen Zahnbürste. Bürsten Sie auch die Dichtfläche und den Rand der Filteraufnahme. Wischen Sie den zugänglichen Pumpentopf mit einem feuchten Tuch aus, ohne in tiefe Öffnungen zu greifen.
6. Abspülen, einsetzen und Testlauf starten. Spülen Sie alle Teile unter fließendem Wasser ab und setzen Sie sie in der richtigen Reihenfolge ein. Der Einsatz muss plan sitzen und einrasten. Lassen Sie anschließend ein Programm ab 60 °C laufen. So werden gelöste Rückstände aus dem Innenraum gespült.
Wenn der Filter nicht die einzige Ursache ist
Bleibt nach der Reinigung Wasser im Boden stehen, kontrollieren Sie zuerst, ob der Filter korrekt eingesetzt ist. Danach folgen Sprüharme, Ablaufschlauch und Siphonanschluss. Eine blockierte Ablaufpumpe oder ein geknickter Schlauch lässt sich nicht durch Bürsten des Siebs beheben.
Bei weißen Belägen auf Gläsern ist außerdem die Wasserhärte entscheidend. Prüfen Sie die Enthärtereinstellung des Geräts und füllen Sie bei Bedarf Regeneriersalz nach. Gegen Fett und Gerüche hilft eine Maschinenreinigung, gegen Kalk benötigt das Gerät eine passende Enthärtung und bei Bedarf einen geeigneten Entkalker. Diese Aufgaben ergänzen sich, sind aber nicht austauschbar.
Typische Fehler bei der Filterpflege
- Den Filter nur bei Geruch reinigen: Dann haben sich Fett und Speisereste oft bereits in den Siebporen festgesetzt. Ein Rhythmus von 2 bis 4 Wochen ist einfacher und wirksamer.
- Aggressive Reiniger oder Scheuerschwämme verwenden: Sie können Kunststoff, Dichtungen und feine Siebflächen beschädigen. Warmes Wasser, Handspülmittel und eine weiche Bürste reichen in den meisten Fällen aus.
- Den Pumpentopf mit den Fingern ausräumen: Glassplitter oder scharfe Knochenreste sind schwer zu sehen. Nutzen Sie Handschuhe, ein Tuch oder eine Pinzette.
- Filterteile falsch zusammensetzen: Sitzt der Filter schief, können Speisereste in Bereiche gelangen, die geschützt werden sollen. Prüfen Sie nach dem Einsetzen den festen Sitz.
- Nur den Filter, nicht aber die Ursache behandeln: Kalk, falsche Dosierung oder verschmutzte Sprüharme bleiben bestehen, auch wenn das Sieb sauber aussieht.
Häufige Fragen zum Filter der Spülmaschine
Wie oft sollte ich den Filter meiner Spülmaschine reinigen?
Bei täglicher Nutzung reinigen Sie den Filter alle 2 bis 4 Wochen. Familienhaushalte mit mehreren Spülgängen pro Woche wählen eher den Abstand von 2 Wochen. Wenn Sie Teller nicht vorspülen, können stärkehaltige oder fetthaltige Reste das Sieb schneller belasten. Kontrollieren Sie den Filter zusätzlich, sobald Gerüche oder Wasserreste auftreten.
Kann ich den Spülmaschinenfilter mit Essig reinigen?
Für den Filter selbst ist Essig meist nicht erforderlich. Warmes Wasser, Handspülmittel und eine weiche Bürste entfernen Fett und Speisereste gezielt. Essig kann bei häufiger oder hoch konzentrierter Anwendung Dichtungen und empfindliche Geräteteile belasten. Verwenden Sie für Kalk im Gerät besser einen dafür vorgesehenen Entkalker nach Herstellerangabe.
Warum riecht meine Spülmaschine trotz sauberem Filter?
Gerüche entstehen auch an Türdichtung, Sprüharmen, im Pumpentopf oder durch Beläge im Innenraum. Reinigen Sie den Filter und die Dichtung, prüfen Sie die Düsen der Sprüharme und starten Sie danach ein heißes Programm ab 60 °C. Bleibt der Geruch bestehen, ist eine Maschinenreinigung sinnvoll.
Was tun, wenn nach dem Reinigen Wasser im Gerät steht?
Setzen Sie den Filter zunächst erneut ein und prüfen Sie, ob er korrekt verriegelt ist. Kontrollieren Sie dann den Pumpentopf auf Fremdkörper sowie Ablaufschlauch und Siphonanschluss auf Knicke oder Verstopfungen. Steht nach einem erneuten Programm weiterhin Wasser im Boden, sollte ein Fachbetrieb die Ablaufpumpe prüfen.
Darf der Filter in die Spülmaschine gelegt werden?
Viele Filterteile bestehen aus hitzebeständigem Kunststoff und dürfen im Gerät mitgereinigt werden. Verlassen Sie sich jedoch auf die Bedienungsanleitung Ihres Modells. Die manuelle Reinigung ist oft gründlicher, weil Sie Siebmaschen, Dichtflächen und die Filteraufnahme direkt erreichen und Ablagerungen gezielt lösen können.
Passende Pflege für die ganze Maschine
Für Fett- und Geruchsbeläge im Innenraum ergänzt ein Maschinenreiniger die Filterpflege, während Entkalker bei hartem Wasser gegen mineralische Ablagerungen arbeitet. COLLO entwickelt seine Spezialreiniger in NRW in kleinen Chargen und prüft jede Charge von Hand.
Ein sauber eingesetzter Filter, die passende Wasserenthärtung und ein heißer Pflegegang bei Bedarf halten die Spülleistung dauerhaft auf einem guten Niveau.