Metallfettfilter reinigen Sie am zuverlässigsten, indem Sie sie 10 bis 15 Minuten in heißem Wasser mit Fettlöser einweichen und danach mit weicher Bürste nacharbeiten. Aktivkohlefilter dürfen dagegen nicht ins Wasser, die werden ersetzt. Wer täglich brat, prüft den Fettfilter alle zwei bis vier Wochen.
Wenn die Dunstabzugshaube lauter wird, Fettgeruch länger in der Küche steht oder die Front klebrig wirkt, liegt das selten am Motor. Meist sitzt das Problem im Filter. Schon eine dünne Fettschicht verändert den Luftstrom, und im ungünstigen Fall tropft gelöstes Fett wieder zurück aufs Kochfeld.
Welcher Filter darf ins Wasser?
| Filtertyp | Reinigen? | Vorgehen |
|---|---|---|
| Metallfettfilter (Aluminium) | ja | einweichen, vorsichtig, keine stark alkalischen Mittel |
| Metallfettfilter (Edelstahl) | ja | einweichen, materialtoleranter als Aluminium |
| Aktivkohlefilter / Kohlefilter | nein | ersetzen, Intervall nach Herstellerangabe |
Diese Unterscheidung ist der häufigste teure Fehler. Wer einen Aktivkohlefilter einweicht, hat danach keinen sauberen Filter, sondern einen kaputten. Aktivkohle bindet Gerüche über ihre poröse Oberfläche, und die lässt sich nicht auswaschen.
Ein Blick in die Geräteanleitung lohnt sich zusätzlich: Manche Hersteller geben die Spülmaschine ausdrücklich frei, andere empfehlen ausschließlich Handreinigung.
Fettfilter von Hand reinigen: 6 Schritte
- Gerät ausschalten und abkühlen lassen. Filter erst dann entnehmen.
- Spüle, Wanne oder tiefes Backblech mit heißem Wasser füllen. Heiß, aber nicht kochend.
- Fettlöser zugeben und den Filter vollständig eintauchen. Ein normaler Allzweckreiniger reicht bei älteren Ablagerungen meist nicht.
- 10 bis 15 Minuten einweichen. Bei hartnäckigem Belag länger, und lieber ein zweiter Durchgang als stärkeres Schrubben.
- Mit weicher Bürste nacharbeiten, besonders an Außenkanten und Rahmen. Dort sitzt der älteste Belag.
- Klar abspülen und vollständig trocknen lassen, bevor der Filter zurück ins Gerät geht.
Wenn sich das Fett wachsartig anfühlt, war das Wasser zu kühl oder die Einwirkzeit zu kurz. Beides zu korrigieren bringt mehr als mehr Kraft.
Fettfilter in der Spülmaschine
Bei leicht bis mittel verschmutzten Filtern funktioniert das oft gut und spart Zeit. Drei Einschränkungen sollten Sie kennen:
- Dicke Fettschichten lösen sich aus engen Gewebelagen nicht zuverlässig heraus
- Aluminiumfilter können mit der Zeit nachdunkeln oder matt werden, das ist kein Hygienemangel, aber sichtbar
- Gelöstes Fett verteilt sich in der Maschine weiter, als man denkt
Stellen Sie den Filter möglichst senkrecht ein, damit die Spülflotte durchläuft. Spülen Sie stark verkrustete Filter nie zusammen mit Geschirr. Und wenn Ihre Spülmaschine danach selbst riecht, ist das kein Zufall.
Typische Fehler
- Zu selten reinigen. Aus einem Pflegeschritt wird dann eine Grundreinigung.
- Stahlwolle oder Scheuermilch. Verbiegt das Gewebe und greift die Oberfläche an.
- Feucht wieder einbauen. Restfeuchte bindet neuen Schmutz schneller.
- Nur den Filter reinigen. Der Bereich hinter dem Filter steht oft genauso voll Fett. Beim Ausbau gleich mitwischen.
- Aktivkohlefilter einweichen. Siehe oben, der ist danach hin.
Woran Sie erkennen, dass es gereicht hat
Der Filter muss nicht aussehen wie neu. Halten Sie ihn trocken gegen das Licht: Die Struktur sollte gleichmäßig frei wirken. Einzelne dunklere Stellen sind bei älteren Filtern normal. Wenn ganze Bereiche geschlossen erscheinen, sitzt dort noch Fett und ein zweiter Durchgang lohnt sich.
Nach dem Einsetzen merken Sie den Unterschied schnell: Dampf wird zügiger erfasst, die Haube arbeitet ruhiger, der Fettgeruch nach dem Kochen bleibt kürzer im Raum.
Häufige Fragen
Warum tropft Fett aus der Dunstabzugshaube?
Weil der Fettfilter gesättigt ist. Er kann kein weiteres Fett mehr aufnehmen, aufsteigender Kochdunst kondensiert an der Unterseite und läuft zurück. Das ist immer ein Zeichen für überfällige Reinigung, nicht für einen Defekt. Nach der Reinigung hört es in aller Regel sofort auf.
Kann man einen Aktivkohlefilter reinigen?
Nein. Aktivkohle bindet Gerüche über ihre poröse Struktur, und die lässt sich weder auswaschen noch ausbacken. Aktivkohlefilter sind Verschleißteile und werden ersetzt. Das Wechselintervall steht in der Geräteanleitung und liegt je nach Modell und Nutzung meist bei einigen Monaten.
Darf der Fettfilter in die Spülmaschine?
Viele Metallfettfilter dürfen das, aber nicht alle. Maßgeblich ist die Geräteanleitung. Wenn dort nichts Eindeutiges steht, ist die Handreinigung die sichere Variante. Aluminiumfilter können in der Spülmaschine matt werden, funktionieren danach aber weiter.
Wie oft muss der Fettfilter gereinigt werden?
Bei täglichem Kochen mit Pfanne und Öl alle zwei bis vier Wochen. Läuft die Haube nur gelegentlich, reicht ein deutlich längerer Abstand. Praktikabler als ein Kalenderintervall ist eine Sichtkontrolle: Sobald der Filter klebt oder Dampf sichtbar langsamer abgezogen wird, ist der Zeitpunkt da.
Muss der Abluftkanal auch gereinigt werden?
Bei Abluftbetrieb setzt sich mit den Jahren auch im Kanal Fett ab. Der zugängliche Bereich direkt hinter der Haube lässt sich mit Fettlöser und Tuch mitreinigen. Alles dahinter gehört in Fachhände, weil Rohre gelöst und wieder dicht verschlossen werden müssen. Wer den Filter regelmäßig reinigt, verlangsamt die Ablagerung im Kanal deutlich.
Der passende Fettlöser
Entscheidend ist, dass das Mittel auf erhitztes Küchenfett ausgelegt ist und nicht auf allgemeine Oberflächenpflege. Alles andere kostet Einwirkzeit und Mechanik, die Sie sich sparen können.